KLASSIK OPENAIR "Mythos Natur"


Als Medienpartner unterstützt Plakat-Kultur das KLASSIK OPENAIR
"MYTHOS NATUR"
Samstag, 23. | Sonntag, 24. | Montag, 25. Mai 2015
Orchestermusik • Chormusik • Rezitationen Romantische Musik des 19. Jahrhunderts
  • Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 6 F-Dur „Pastorale“ op. 68
  • Carl Maria von Weber – „Oberon“-Ouvertüre
  • Niels W. Gade – „Erlkönigs Tochter“ für Chor und Orchester op. 30
  • Jean Sibelius – „Der Schwan von Tuonela“ aus Lemminkäinen-Suite op. 22
  • Antonín Dvořák – „Lied an den Mond“ Arie für Sopran und Orchester aus „Rusalka“
  • Franz Schubert – „Hirtenchor“ und „Jägerchor“ aus „Rosamunde“
  • Johann Strauß – „Frühlingsstimmenwalzer“ für Sopran und Orchester
Orpheus Ensemble Berlin | Sinfonischer Chor Berlin | Brandenburg Brass |
Nicola Proksch - Sopran | Guido Beirens - Sprecher | Stefan Meinecke -  Dirigent | mehr als 130 Mitwirkende

VERANSTALTUNGSABLAUF
  • Einlass und Catering ab 18:00 Uhr
  • Vorprogramm mit Brandenburg Brass ab 19:00 Uhr
  • bis 20:00 Uhr ist die berühmte Cranach-Ausstellung im Jagdschloss Grunewald exklusiv für Konzertbesucher geöffnet
  • Konzertbeginn 20:30 Uhr
  • Konzertende gegen 23:00Uhr

PROGRAMMBESCHREIBUNG
„Klassische Romantik - Mythos Natur“ ist ein Gesamtkunstwerk aus dem Dreiklang von Musik, Gesang und Sprache.
Mit Ludwig van Beethovens „Pastorale“ treten wir ein in einen musikalischen Hymnus an die Natur und das Landleben. Der Komponist suchte in der Natur Zuflucht vor dem umtriebigen, hastigen Stadtleben und auch vor menschlichen Enttäuschungen. Der Wald als Kathedrale, die Landschaft als sein eigentliches Heim -  das verlorene Kinderparadies -, in dem er wieder „Lust zu allem“ bekam. Er empfand das, was die Romantiker als „Anspruch des schöpferischen Individuums auf uneingeschränkte Freiheit zur Entfaltung aller Kräfte“ postulierten.
Oder anders mit Philipp Otto Runge gesagt (1802): „Entsteht nicht ein Kunstwerk nur in dem Moment, wann ich deutlich einen Zusammenhang mit dem Universum vernehme?“
Darum geht es in den Gedichten von Hermann Hesse, Johann Wolfgang von Goethe und Conrad Ferdinand Meyer, die jeweils vor den Sätzen der Symphonie gesprochen werden.
Um die „mythische“ Wechselwirkung zwischen Liebe und Natur geht es im zweiten Teil des Programms.
In der Anfangsszene aus dem „Sommernachtstraum“ lässt William Shakespeare - wie in einem Spiegelbild – menschliche Verirrungen in der Gestalt von Naturgeistern erscheinen.
Eines der Lemminkäinen-Abenteuer aus Elias Lönnrots finnischem Epos “Kalevala“ erzählt aus der Zeit, da der Mensch noch in unmittelbarem Austausch mit der Natur lebte. Inhalt dieser Rune ist das auswegslose Freien des Fischers Lemminkäinen um die Tochter der magischen Nordlandkönigin. Auf seinen Fahrten zur Eroberung der künftigen Braut begegnet er verschiedenen Fabelwesen – dem Hirsch, dem Pferd und dem Schwan. Lemminkäinen stirbt durch den Giftpfeil Nasshuts – angesichts des heranschwimmenden mythischen Schwans. Seine Mutter führt ihn, wiederum mit Hilfe von Naturgeistern, in ein neues Leben. Zusammen kehren sie – ohne die Braut - heim zur Kaukobucht.
In Niels W. Gades Prolog zu „Erlkönigs Tochter“ geht es um die Geschichte Olafs, der – wie Lemminkäinen – das Weibliche sucht und trotz der Warnung  seiner Mutter, trotz der Hilfe der Natur - in Gestalt des krähenden Hahns - schlussendlich doch von der eifersüchtigen Tochter des Erlkönigs getötet wird.
In Antonin Dvoraks „An den Mond“ aus der „Rusalka“-Oper erfleht die Wassernymphe Rusalka in sehnsüchtiger Verzweiflung die Hilfe des Mondes, um ihren Geliebten zu erlangen.
Der Abend klingt aus mit einem heiteren Programmteil. Im „Hirtenchor“ und „Jägerchor“ aus Rosamunde von Franz Schubert ertönt durch die Chöre ein froher Aufruf zum ländlichen Leben:  „Wie lebt sich’s so fröhlich im Grünen“.
Noch einmal hören wir Pucks Stimme aus dem Sommernachtstraum: Er ruft schalkhaft auf zum geselligen Beisammensein!
Der „Frühlingsstimmenwalzer“ von Johann Strauß beschließt schwungvoll den Konzertabend. Gesangskoloraturen und Flöte imitieren den Gesang der Lerche und bejubeln die Kraft des Frühlings. „Der Frühling in holder Pracht erwacht, die Lerche in blauer Höh’ entschwebt“.
(Text: Guido Beirens)  
  

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